Das sind zum Beispiel die knusprigen und appetitanregenden Maschinen. Sie stillen nicht etwa den Hunger, sondern sie wecken ihn. Je mehr Maschinen man erzeugt, desto mehr Maschinen braucht man. Das Schöne an diesen Aperitifen ist, dass sie immer automatischer werden und sich von selbst vermehren. Die Welt ist ganz von selbst im Begriff, sich in einen Maschinenpark zu verwandeln. In diesem Park, im Schatten der grossen und kleinen Maschinen und begleitet von ihrem Surren und Schnurren, wird die Menschheit in Kürze lustwandeln. Diese Maschinen erzeugen Zeug und Halbfabrikate und neue Maschinen, vor allem aber erzeugen sie Hunger nach neuem Zeug und neuen Maschinen. Schon mit diesem ersten gepfefferten Imbiss ist ein wichtiger Schritt getan, die Natur zu verschlucken.
Vilém Flusser: Die Geschichte des Teufels (1993 S.110)
Olsens Arbeiten untersuchen die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine, der wir in Form von Alltagstechnologien ständig begegnen. Beispiele sind das per Knopfdruck bedienbare Öffnen des Kofferraums, der automatische Raumbedufter oder auch der Rasenmäherroboter. Bei all diesen Beispielen handelt es sich um Automaten – Maschinen bzw. Computer, die mit Hilfe von Programmierungen Tätigkeiten für den Menschen erledigen. So kann Technologie als die Anstrengung verstanden werden, dem Mensch Anstrengung zu ersparen.
Künstler: Olsen